Impressionen aus Binzen

    Gemeindehalle

    Die Binzener Gemeindehalle

    Schon Ende der 1950er-Jahre wurden in Binzen erste Pläne für den Bau einer Turnhalle geschmiedet. Doch musste das Projekt wegen dringlicher anderer Baumaßnahmen immer wieder verschoben werden. Erst im Januar 1972 entschloss sich der Gemeinderat, endlich "Nägel mit Köpfen" zu machen und die Hallenplanung voran zu bringen. Es waren damals in erster Linie schulische Erfordernisse, die den Bau zwingend notwendig machten. Aus der Gemeinderatssitzung vom 29. Januar 1972, berichtete das "Oberbadische Volksblatt" unter anderem: "Der Gemeinderat ist entschlossen, eine Turnhalle zu bauen. Über die Größe der Halle, die 18 auf 33 Meter Grundfläche haben wird, waren sich alle Fraktionen einig. Man war sich auch klar darüber, dass die Gemeinde die Kosten von etwa 800.000 Mark selbst aufbringen muss .... Vorsorglich wurde beim Oberschulamt in Freiburg ein Antrag auf Aufnahme ins Förderprogramm 1973 gestellt. Rektor Ziegert, der als Zuhörer an der Sitzung teilnahm, sagte, dass ohne Halle der Turnunterricht in der Schule zum Erliegen komme. Es seien bereits Haltungsschäden bei Kindern festgestellt worden."
    Einig war sich das Gremium auch, dass die Halle direkt vor der Schule platziert werden sollte. Das allerdings ergab zu Beginn der Bauarbeiten erhebliche Probleme, die man nicht erwartet hatte. Die unhomogene Bodenbeschaffenheit des Baugrunds (so genannte "Elsässer Molasse") erschwerte die Fundamentierung und verursachte Mehrkosten von 10.000 Mark. Doch ging es dann zügig vorwärts mit dem Bau, dessen Einweihung am 15. und 16. März 1974 festlich begannen wurde.
    Dabei konnte der Neubau auch sogleich seine Tauglichkeit als Mehrzweckhalle nachweisen, denn die Schülergruppen und Vereine boten auf der Bühne ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm mit Musik- und Chorvorträgen sowie turnerisches und szenischen Darbietungen.
    Fortan war die Halle viel genutzte Schul- und Vereinssport-, Veranstaltungs- und Begegnungsstätte, die das Gemeinschaftsleben des Dorfes nachhaltig befruchtete. 2006 beschloss der Gemeinderat eine umfassende Generalsanierung für den Sanitärtrakt der Halle, einschließlich eines neuen Pultdachs sowie den Neubau eines geräumigen und architektonisch repräsentativen Foyers, dessen lichtdurchflutetes Ambiente sich auch als ideale Begegnungsstätte für kleinere Veranstaltungen anbietet. Parallel dazu wurde auch die komplette Erneuerung der sanitären Einrichtungen und des Küchentrakts veranlasst. Hinzu kam eine große überdachte Freifläche vor dem Eingang und ein aus Naturstein gepflasteter Vorplatz mit Zugangstreppen und rollstuhlgehrechter Zufahrtsschleife. Das 510.000 Euro teure Projekt, da mit einem Landeszuschuss von 100.000 Euro gefördert wurde, konnte am 28. September 2007 festliche seiner Bestimmung übergeben werden. Schon eine Woche früher wurde das markante Fassadenkunstwerk eingeweiht, eine ums Eck der Nordost-Außenwand führende Reliefplastik des weithin bekannten Schallstadter Künstlers Werner Berges. Das von der Sparkasse Markgräflerland gestiftete Kunstwerk aus dunklem Aluminium mit den Ausmaßen acht mal zwei Meter symbolisiert Menschen, die der Begegnungsstätte zustreben und gilt inzwischen als eine überregional herausragende Kunst-am Bau-Kreation. Bereits vor Beginn der Hallensanierung wurde auf dem nördlichen angrenzenden Grundstück im Gewann "Krumme Länge" ein großer Parkplatz angelegt, der Stellfächen für 100 Autos bietet.

    Binzen, im Oktober 2010

    Sicht auf den Eingangsbereich der Gemeindehalle

    • Gemeindeverwaltung Binzen
    • Am Rathausplatz 6
    • 79589 Binzen
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