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Kinderschule und Hort
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Im Herbst 1992 entschied sich der Gemeinderat zur Einrichtung eines kommunalen Kindergartens im Untergeschoss der Grundschule, um so dem wachsenden Bedarf an Kindergartenplätzen gerecht zu werden. Umgestaltet wurden dazu die Bühne der Gymnastikhalle und der Vereinsraum. Notwendig wurde dies, weil die Kirchengemeinde signalisiert hatte dass die Kapazitäten des dreigruppigen Oberlin-Kindergartens ausgeschöpft seien und daher ohne bauliche Erweiterung eine vierte Gruppe nicht untergebracht werden könnte. Der Verzicht auf einen solchen Anbau hatte finanzielle Gründe. Er hätte laut Kalkulation 430.000 Mark gekostet, während die Umgestaltung der nicht benötigten Schulräume mit 320.000 Mark und dazu zeitlich kurzfristig zu bewerkstelligen war. Provisorisch konnten noch vor dem Umbau bereits im Oktober 1992 die ersten 15 Kinder Einzug halten, die unter Obhut der Erzieherinnen Andrea Schnelle und Sabine Richert eine optimale Betreuung erhielten. Damit sicherte die Gemeinde allen Kindern des Dorfes vom dritten Lebensjahr an einen Kindergartenplatz, noch bevor dies vom Gesetzgeber gefordert wurde. Nach dem Ausbau entwickelte sich das Provisorium der so genannten "Kinderschule" rasch zu einer Modelleinrichtung, in der die Kreativität der kleinen Schützlinge mustergültig gefördert wurde. Die weiterhin wachsende Kinderzahl in der Gemeinde, insbesondere durch den Zuzug junger Familen ins Neubaugebiet "Lochacker" erforderte dann 2004 einen großen Erweiterungsbau, dessen neue Gebäudeteile auf dem bisherigen Schulsportplatz errichtet wurden. Schon zum Jahresbeginn waren die Öffnungszeiten von täglich vier auf sechs Stunden verlängert und 2005 nochmals um eine Stunde. Parallel dazu wurden auch die Verlässliche Grundschule in die Kinderschule integriert, zudem für die Kindergartenkinder und Grundschüler auch ein Mittagessen angeboten wurde. Optimiert wurde dieses Angebot dann noch 2007 mit der gebotenen Möglichkeit der Ganztagsbetreuung von 7.15 Uhr bis 17.15 Uhr, einschließlich Hausaufgabenhilfe. Letzte Ausbauetappe war 2008 die Aufstockung der Kinderschule um ein Obergeschoss, womit auch den betreuten Grundschülern ein räumlich ansprechender Hort geschaffen wurde und die Einrichtung nun alle Vorzüge eines "Bildungshauses 3 bis 10" aufweist. Dieses Bildungshaus bietet nun in optimaler Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Kindergarten und Grundschule eine gemeinsame Lernzeit in jahrgangsübergreifenden Gruppen unter Anleitung eines pädagogischen Teams. Im engen partnerschaftlichen Kontakt werden dabei auch die gemeinsamen Zeiträume für Spielen und Lernen festgelegt sowie der Betrieb und die Entwicklungsverläufe des Kooperationsmodells ausführlich dokumentiert. Dies nicht zuletzt als Grundlage für die unter dem Leitgedanken des Förderns und Forderns angestrebten Bildungsziele. All diese Entwicklungsstufen wurden von der leitenden Erzieherin Andrea Schnelle nachhaltig unterstützt und ideenreich mitgestaltet. Nach 16 Jahren vorbildlichen und erfolgreichen Wirkens in "ihrer" Kinderschule wurde sie am 24. Oktober 2008 in einer würdigen Feier verabschiedet. Neue Leiterin der Kinderschule ist seitdem Edith Essl. Zu ihrem Teram gehören aktuell acht Erzieherinnen und Erzieher, zwei Absolventen des Freiwillen sozialen Jahres und zwei Hauswirtschaftskräfte. Die Einrichtung wird aktuell von 49 drei- bis sechsjährigen Kindern und 66 Hortkindern vom sechsten bis zehnten Lebensjahr besucht.
Binzen, im Oktober 2010
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